Mittwoch, 14. November 2007

Wie die Zeit vergeht

Lange habe ich mich hier nicht mehr blicken lassen. Ok, es war sicher ein Fehler. Zugegeben. Es ist alles zu viel und schon fast nicht mehr zu ordnen in meinem wirren Kopf.

Da wäre zum einen eine neue Arbeit. Ich kann freier agieren, finanziell ist es auch ok, man sucht nicht das Haar in der Suppe und erkennt meine Leistung an. Auch mein Hobby, das Radio, habe ich auf profesionellere Beine stellen können. Irgendwie fürchte ich mich davor, ein Traum geht quasi so langsam aber sicher in Erfüllung. Aber bleibt dann noch was übrig, für die Träume?

Genau die vergehen mir im Moment im wahrsten Sinne des Wortes. 1000 Gedanken drehen sich jede Nacht, rauben mir den Schlaf. Gut geht es mir trotz der Erfolge nicht, im Gegenteil. Es sind zwar schöne Dinge, aber ich suche mein ganz persönliches Erfolgserlebnis um mich an den Haaren aus dem Loch zu ziehen. Ich glaube, im Moment würde mir dazu gar nichts verhelfen - komme was wolle. Manchmal glaube ich, diese verdammte Einsamkeit ist der Schlüssel dazu. Ich komme mir manchmal vor wie der einsamste Mensch auf der Welt und nehme freudige Herausforderungen nur noch als lästige Bedrohung wahr. Die Luft zu atmen, die Blumen zu sehen, das alles scheint in meinem Einheitsdenken verloren zu sein. Manchmal blitzt es auf, aber viel zu selten und viel zu kurz. Wie halte ich es fest?

Freitag, 14. September 2007

13 Tage

... sind nun vergangen und ich trete auf der Stelle. Vieles von dem, was ich mir vorgenommen habe - nicht geschafft.

Ich fühle mich wieder wie ein Versager, bin enttäuscht von mir und einigen Menschen in meinem Umfeld. Selten hatte ich Momente, in denen ich das Telefon am liebsten aufgeknallt hätte aber es am Ende dann doch nicht mache. Wobei, ich glaube ein Mal ist es mir passiert. Jedenfalls nicht diesmal. Wie auch immer, alte Denkstrukturen haben mich wieder im Griff und ich wäre am liebsten in fünf Minuten eine andere Person. Tough, entschlossen, erfolgreich.

Alles was ich suche ist irgendwie nur ein kleines bißchen Anerkennung, etwas Erfolg, eine Prise Selbstbewußtsein. Ich bin nicht fähig, es mir selbst zuzuführen. Vielleicht weil ich es nie gelernt habe?

Samstag, 1. September 2007

Versager!?!

Die letzten Monate haben mehr Spuren hinterlassen als mir lieb ist... ich falle förmlich in mir zusammen und bekomme nicht mehr viel auf die Reihe. Um genau zu sein gar nichts. Ein neuer Job, der aber nicht ausreicht finanziell gesehen ist ab sofort eine Sache, über die ich mich freuen könnte. Aber ich denke pausenlos darüber nach, was ich noch tun könnte um finanziell einen halbwegs akzeptablen Stand zu bekommen. Mein ex Arbeitgeber ist generell interessiert, aber es sind noch viele Fragezeichen ob es ein Comeback gehen könnte.

Im Moment verhält er sich ziemlich von oben herab, nach dem Motto "alles ist super bei uns wir brauchen niemanden" obwohl eine Stellenausschreibung der anderen folgt und Schriftgröße steigt und Veröffentlichungsort dieser Anzeigen vermehrt wird. Ich weiß nicht, ob der September so ein guter Monat wird wie ich immer eträumte, erhoffte. Verzweifelt trifft es eher bei mir, vor 4 Uhr komme ich gar nicht mehr ins Reich der Träume, fühle mich ausgepowert vom nichtstun und merke, was ich alles nicht schaffe was ich wollte und fühle mich wie der Versager Nummer 1. Das zieht mich ins nächste Loch, in dem ich eh noch tief drin hocke und so reicht sich ein Ereignis an das nächste. Das Jahr ist vermurkst, aber warum gelingt mir so gar nichts? :-( Nichteinmal der Vorsatz, das beste aus der Situation zu machen.

Ich mache es wohl mit jeder Sekunde alles nur noch schlimmer.

Montag, 20. August 2007

Ich liebe "Gartenarbeit"

Vor allem, wenn man morgens um 7 Uhr vom Rasenmäher geweckt wird, der mal wieder die letzten Grashalme, die gerade ein paar Tage alt sind, in sich zieht. Jede zweite Woche das selbe Spiel, aber man kann doch nicht immer bei geschlossenem Fenster schlafen oder? Ich schlafe eh schon schlecht und wenn ich mal eingepennt bin, diese wunderschönen wohlvertrauten Geräusche, und das obwohl ich schon sehr weit oben wohne und das alles sich bei mir im Hof abspielt.

Eine kleine Bombe würde ich mir schon wünschen, um diese genüßlich auf das Ungetüm werfen zu können. Es ist übrigens mehr als ein Rasenmäher, der Fahrer sitzt wie auf einem Traktor. Ihr kennt sowas sicher. Es macht es nicht weniger abstoßend für mich. Irgendwie kann ich meine Agressionen so schön gegen dieses Vehikel aufbauen. Aber es hilft mir nicht wirklich.

Erinnungen am Rande des Wahnsinns

Zwei Wochen sind vergangen und sehr viel klarer bin ich nicht. Ohne ein paar Beruhigungstropfen wäre die Welt wohl schon untergangen und ich mit ihr zusammengeklappt. So fühle ich mich derzeit. In gut zwei Wochen stehen wichtige Termine an und wenn ich so weiter mache, kann ich die samt Berufschancen in die Tonne kloppen.

Seelenschmerz trifft es wohl am ehsten, was mich plagt. Ich habe versagt, es ist gut so wie es ist, ich bin auf der ewigen Straße der Verlierer, auf zu neuen Ufern. All das und möglichst gleichzeitig spielt sich bei mir im Kopf ab. Und das auch nachts, wenn ich am Tage keine Ruhe finde warum sollte ich nachts...'?

Heute vor genau einem Jahr kam ich aus NRW zurück, eine Freundin besuchen, liebe Menschen kennenlernen bzw. ein Wiedersehen feiern. Es war schön und grausam zugleich, die Freundin ist quasi aus meinem Leben verschwunden aber die Erinnerungen als sei es gestern gewesen haben mich die letzte Tage begleitet. Wie ein Schutz vor mir selbst konnte ich mich nicht ganz in dieses schaurige Gefühl versetzen, vielleicht auch gut so. Jeder Zentimeter dieser kleinen Stadt, mein Ausflug nach Belgien, ihre Kinder mit denen ich mich so gut verstanden habe. Es stehen mir schon wieder fast die Tränen in den Augen. Ist das normal? Im Moment tauchen so viele alte Bekannte wieder in meinem Leben auf, auch wenn es wohl in der Regel ein Strohfeuer ist und bleibt. Diese Frau war ab und zu mal präsent die letzten Monate, aber seit ein paar Wochen ist sie ganz verschwunden. Es wird eh nie wieder so wie es war. Das ist mir sowas von klar.

Samstag, 4. August 2007

Leerlauf im Kopf

Ich gebe zu, ich habe das noch nicht verkraftet. Fassungslos und irgendwie gelähmt, die wichtigen Schritte in Sachen Bewerbung zu gehen sitze ich vor dem Scherbenhaufen. Und es passiert nichts, aber ich bin selbst schuld. Jede Unwichtigkeit des Alltags erscheint mir wichtiger, als alle Sachen anzugehen die jetzt wichtig sind. Die IFA steht vor der Tür, mit Mühe und Not koordiere ich ein paar wichtige Absprachen aber lasse sonst alles schleifen.

Irgendwie ein gutes Gefühl, mal weniger Verantwortung zu haben. Mein ex-Chef zollt mir Respekt für meine Arbeit aber dafür kann ich mir nichts kaufen. Zukunftängste haben mich fest in ihren Klauen und wollen mich so gar nicht mehr los lassen. Einsamkeit, Trostlosigkeit, wo ich hinseh nur schlechte Nachrichten. Wenn man noch keine Depressionen hätte, wären sie wohl nun da.

So viele Genickschläge auf einem Haufen und man sieht so gar keinen Ausweg. Psyche und Körper treten so langsam in den Streik und wollen mich wohl auf die Crux aufmerksam machen, in die ich mich immer mehr manövriere. Aber ich schaue wie ein unbeteiligter Dritter zu und kann nichts tun. Bilde ich mir ein. Den ganzen Tag nur noch im Bett liegen und an die Decke starren, so sieht im Moment mein perfekter Tag aus. Nur das Radio macht mir noch irgendwie Spaß und bringt mich auf andere Gedanken. Was für eine Zeit, und es ist immer wieder vor der IFA dass selbe Spiel. Ich gehe buchstäblich am Stock und hoffe, dass ich es auch diesmal ins Getümmel schaffe. Ich werde es wohl, aber um welchen Preis?

Samstag, 21. Juli 2007

Verloren

Im Moment fühle ich mich einfach nur noch leer. Und innerlich tot. So wie vor Monaten, an dem Tag als die Träume einer längeren Beziehung vor meinen Augen wie eine Seifenblase zerplatzten, ich mich in den Zug nach Berlin setzte und ich kaum den richtige ICE fand, weil mir nur die Tränen in den Augen standen und nicht mehr aufhören wollten. Meine Selbstachtung oder wie man das nennen will, mein Streben meine wahren Gefühle nicht unkontrolliert nach außen dringen zu lassen, es hat einfach nicht mehr funktioniert. Genau an diesem Tag, wenige Stunden zuvor wurde mir telefonisch die Zusage für einen Job gemacht. Nun habe ich meine Entlassung in der Tasche. Genau genommen, mein Vertrag wurde nicht verlängert. Aber ist das am Ende nicht die selbe Problematik? Ich hasse diese Tage, dieses Gefühl in der Magengegend was so untrüblich ist und man doch wiederum nicht wahr haben will.

Und ich fürchte, es gibt einen kausalen Zusammenhang. Die Ereignisse vor einigen Monaten hatten leider eine sehr nachhaltige Wirkung auf mein Seelenheil, meine Konzentration und alles, was zu einer guten Arbeit eigentlich gehört. Leider von der übelsten Sorte, dazu noch Mißgunst, ja wenn nicht sogar Abneigung von Beginn an. Zwar nicht von meinem Chef, aber wohl doch ausreichend um mir das Leben soweit schwer zu machen. Wenn die Firma sagen würde, wir sind pleite, wäre es für mich auch schlimm aber anders. So bin ich der ****, der wegen Unzulänglichkeiten, die ich eingestehe aber meiner Ansicht nach schon lange nicht mehr so vorgekommen sind, vor die Tür gesetzt wird. Machen wir uns nichts vor. Ich kenne solche Situationen, in den vielen Berufsjahren habe ich mich schon durch meine nicht immer einfache Art mit vielen Menschen angelegt und habe so manchen Schreibtisch im Kriegszustand hinterlassen. Aber woher die Kraft nehmen, wieder bei Null zu beginnen? Alles auf Anfang, Bewerbungen Hoffen...? Gut, ein wenig Ruhe würde mir nicht schaden, habe ich doch die letzten Monate quasi 7 Tage die Woche fast rund um die Uhr nur gearbeitet. Wohin es führt, sehe ich nun. Freilich, ich habe gute Referenzen, bin hochqualifiziert. Eigentlich sollte ich wieder etwas finden, habe schon eine kleine Liste mit einem halben Dutzend Unternehmen zusammengestellt, die ich mit Bewerbungen erfreuen will. Aber dann kommt wieder das Gefühl, es hat sowieso alles keinen Sinn mehr. Ich bin und bleibe ein Versager, privat und beruflich. Scherbenmeer...

Freitag, 13. Juli 2007

Seltsames Timing

Immer Oft zum Ausklang des Arbeits-Tages bloge ich. Eigenartig, auch ich bin offenbar wohl einer inneren Uhr beherrscht und merke es nichtmal. Ja, genau - die Uhr. Ich sollte lieber in der tiefen Nacht den Blick von ihr wenden, wenn ich mal wieder viel zu spät den Weg in mein Bett finde. Aber heute kann ich das früh zu Bett gehen, ich sende als Gast Moderator bei einem neuen Radio. Natürlich um 0 Uhr, und ich verrate auch noch nicht welches Lied es zu Beginn geben wird. Nein, auch kein Intro. Es wird anders sein als sonst *g* Mal schauen, wer sich alles verläuft und mir sein Ohr leiht. Ich leihe auch gerne zurück und winke mal kräftig nach Österreich:-) Das Leben ist voller Andeutungen, gell?

Fortsetzung folgt (oder?)

Nächste Woche ist es soweit. Dann werde ich das Thema ansprechen, was mich schon so lange beschäftigt. Werde ich eine zweite Runde, also in Sachen Job, einläuten oder nicht?! Eigentlich spricht nichts wirklch dagegen, aber man soll ja nicht selbstgefällig sein.

Im Moment ahne ich fast, dass eine Erkältung bei mir einzieht. Würde sie gerne rauswerfen *g* aber ein Blick auf das aktuelle Berlin-Wetter lässt jede Stirne in Falten legen. Was soll man davon halten - von unter 20° auf fasr 40° in den nächsten Tagen. Soll man das glauben? Ich bin skeptisch. Und liebe ja bekanntlich den Regen;-) Grüße einfach mal ganz unverbindlich einen Mitleser aus der Alpenrepublik - ja, auch heute hat es geregnet. Mein Computer streikt, also auch genannt mein Arbeits PC. Ich werde mir wohl als Belohnung bei einem positiven Ausgang einen neuen kaufen, die Tastatur hakt und die Festplatte ist zu klein. Der Speicher schwach und die CPU könnte auch schneller sein. Was sind schon fünf Jahre im Leben eines Computers? Eine halbe Ewigkeit.

Sonntag, 8. Juli 2007

Gewagt und gewonnen

Am Donnerstag kam mir eine sensationelle Meldung auf den Tisch. Ich habe kurz überlegt, gegengeprüft so schnell das in der Kürze der Zeit möglich war und mich dann entschieden, damit "rauszugehen". Also diese zu veröffentlichen. Natürlich ist es immer ein Wagnis, wenn gemauert wird von den Seiten der "Macher", aber wer nicht wagt. Und es hat sich als korrekt rausgestellt, auch ein bisserl Bauchgefühl gehört bei meinem Beruf dazu. Dass ich mich auf auf diesen verlassen kann, stellte ich ja schon an anderer Stelle fest. Und es stimmt immer wieder... Erfolge sind schon eine Wohltat, vor allem wenn man sich überlegt wie schwierig es in der heutigen Zeit geworden ist, sich durchzusetzen in beruflichen Dingen. So viele Kollegen, so viele Mitbewerber und dennoch bin ich einer, der nicht in der untersten Liga mitspielt. Und es kann nur bergauf gehen. Klar, ich werde nicht größenwahnsinnig, aber derzeit habe ich eine doch ansehnliche Position und es gibt noch Steierungsmöglichkeiten. Man darf es eben nicht wegen privater Befindlichkeiten hängen lassen, aber seit ich nicht nur meine ureigenen Projekte verfolge sondern auch verstärkt als "externer Dienstleister" eingebunden bin, auf den man sich verlässt, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Ich darf mich nicht hängen lassen, sondern muß mich den Dingen, die da kommen jeden Tag neu stellen.

Und es macht ja auch irgendwie Spaß. Klar, wenn die - ich sage mal vorsichtig - Traurigkeit die Oberhand gewinnt und jeder Handgriff nur noch schwer fällt, dann wird es echt problematisch. Aber das wäre wohl in jeder Lebenslage, egal ob Maurer, Dachdecker, Busfahrer oder sonstwas der Fall.

Ich lerne, das anzunehmen, zu akzeptieren, damit fertig zu werden.

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