Ich möchte Dich nicht vernachlässigen, aber diese Woche war mal wieder ziemlich stressig. Und mir fehlte einfach die Zeit... Inzwischen habe ich Hoffnung, dass ich meine handwerklichen Fehler im Job ein wenig ausgemerzt und alles mehr unter Kontrolle hab. Nächste Woche werde ich einmal thematisieren, was in der Zukunft werden soll. Mein Ziel am Wochenende: Rechnungen schreiben, ausspannen, erholen, mehr Schlafen *g* Und mich um ein Projekt etwas intensiver kümmern, Themen gibt es genug aber eben - genau, die Zeit... Manchmal scheint das Leben so schrecklich banal zu sein und ichh abe das schaurig-schöne Gefüh, mich in die Denkweise mancher Menschen hineinversetzen zu können. Allzu oft erlebe ich, wie mein "Bauchgefühl" sich bewahrheitet und ich dann Wochen, Tage oder Stunden späteer im Realitätscheck das Urvertrauen in diese Intuition zurückgewinnen könnte. Aber wie das immer so ist, manchmal will man es nicht glauben. Oder ernst nehmen.
berliner_31 - 6. Jul, 23:14
.... bis hierher hör' ich die Motoren. Melancholie ist heute mal wieder angesagt. Die halbe dreiviertel Nacht gearbeitet, dumme Kommentare (wie komme ich auch dazu, um 2:30 Uhr ins Bett zu gehen und noch nicht alles fertig ist?)
Gestern war schon ein seltsamer Tag, dafür der heutige umso langweiliger. Morgens wurde mein alter Kühlschrank abgeholt. Versuch Nummero 2 genau genommen, trotz Schild hatten meinen Nachbarn beim ersten Anlauf selbigen flux auf die Straße bringen lassen und die Abhol-Firma guckte wie ein Auto, als nur noch ein paar Tropfen von seiner Existenz zeugten. Genau genommen wurde diese vertreten durch einen Mann, der bestimmt das 10fache meines Körpergewichtes auf die Waage brachte. Und wer mich kennt kann sich denken, was für ein Handtuch der gute Mann verkörperte :-)
Nachmittags war meine Mutter mal wieder da. Ja, sie hat nun Urlaub. Recht kurzfristig, genau genommen hat sie es am Montag erfahren, aber sie ist nicht böse. Und sie kann es sogar genießen. Schlafen bis nach 13 Uhr, dafür beginnt der Tag eben später. Ich bin dann schon fast wieder müde, dafür mußte ich nicht die ganzen Monate um sechs Uhr aus den Federn. Alles hat seine Schattenseiten... abends "Liebling-Kreuzberg" mit einem Auge verfolgt (sehr zu empfehlen, im NDR Fernsehen dienstags 21:45 Uhr!), das andere wanderte auf das Laptop beziehungsweise meinen Rechner. Meine Lieblingskollegen waren zu hören - endlich! Und danach ich, was für ein Schock. Aber die Hörer fanden es wohl nicht so schlimm, sogar eine Gesangseinlage in der Show meines verehrten Kollegen brachte niemanden dazu, auf diesen kleinen Pfeil rechts oben zu klicken. Ich glaube, nach den visuellen Erfahrungen mit DSDS und dem Gefiepse von Dieter B. bei Miami Twice werde ich doch noch zur ganz großen Gesangskarriere ausholen. Jawohl! Das muß einfach sein, Selbstverwirklichung oder Kultur zu jeder Tageszeit der sperrige Arbeitstitel meines jüngsten Projektes. Vielleicht kauft das ja auch jemand? Oder hört es sich im Internet an? Ich wäre ja schon stolz, wenn keine Steine fliegen :-)
Jetzt steht noch ein wenig Arbeit auf dem Plan, irgendwann vor 3 Uhr diesmal in mein einsames Bett zu steigen *seufz* und neben WDR2 auch Regentropfen, die klopfenderweise auf meinem Fensterbrett niedergehen, zuzuhören. Irgendwie romantisch, oder etwa nicht?
berliner_31 - 4. Jul, 22:28
Neues Halbjahr, neues Glück, neue Chance? Das erste Halbjahr 2007 war privat eine Kastrofe, beruflich hatte und hat es viele Chancen, die ich langsam auch vermag sinnvoll zu nutzen.
Dumme Flüchtigkeitsfehler, in den Gedanken schneller als mit den Fingern auf der Tastatur - all sowas könnte doch schwere Folgen haben. Dabei habe ich mehr als Berufserfahrung und bin weit und breit doch der dienstälteste Kollege, und das im zarten Alter von 31 Jahren. Trotz Freude an der Arbeit überkommt mich in den letzten Stunden wieder eine tiefe Traurigkeit. So vieles ist noch unerledigt, macht mich unzufrieden. Aber auch ich muß mal irgendwann Schlaf finden und - ganz wichtig - vom Alltag im wahrsten Sinne des Wortes "abschalten". Oft liege ich noch stundenlang im Bett, wälze mich nur sinnlos umher und habe 1001 Idee im Hirn. Ob es um belanglose E-Mails geht, wichtige berufliche Themen oder ein Ereignis der vorangegangenn Stunden - oder einfach nur Angst. Vor der Zukunft, vor noch mehr Einsamkeit - es ist kein schönes Gefühl.
Eben erscheint ein ex-Kollege von mir im MSN, 2:09 Uhr und in China erwacht das Leben. Damals, als ich Kollegen in aller Welt hatte - aber einen ziemlich unerträglichen Chef. Auch eine Zeit meines Lebens, der nun Geschichte ist. Und bei WDR2 läuft Willy DeVille: Each word's a beat of my heart. Ein Song, der mich schon seit so vielen Jahren immer berührt wenn ich ihn höre. Aber selbst in meine Radio-Playliste aufnehmen, nein, das würde ich wohl nicht tun. WDR2 ist übrigens immer montags und mittwochs und alle 14 Tage auch dienstags der Ausrichter der ARD-Popnacht. Diese Sendung hat mich schon durch so viele Nächte und Stimmungen begleitet. Arbeitsame, verliebte, telefonierende oder einfach nur nachdenkliche Nächte. Die Fensterfront verdunkelt sich, morgen soll die Bahn streiken. Zwar nicht in Berlin, aber trotzdem. Mein Arbeitsplatz liegt ziemlich genau drei Meter vor oder hinter meiner Schlafgelegenheit, wie man das auch betrachten möchte.
Naja, es gab Zeiten mit gut 90 Min Anfahrtsweg. Vor allem im Zivildienst. Aber das ist ja schon acht Jahre her. Wie auch immer: Die Sinne schärfen für die Kleinigkeiten des Alltags ist angesagt, wenn ich meinen Bauch frage. Nur wie macht man das wenn man sich wieder so tief unten fühlt? :-(
berliner_31 - 2. Jul, 02:05
... gibt es keine Umkehr mehr. Zugegeben, eine meiner Eigenschaften die ich weder sehr schätze, gar stolz drauf bin. In beruflichen, privaten und zwischenmenschlichen Bereichen kann es passieren, durch bestimmte Ereignisse die ich kaum vermag zu analysieren, dass es plötzlich "in mir vorbei ist".
Wie soll man das ausdrücken? Ich bin emotional weg, habe mich so weit entfernt dass auch mit dem besten Gedanken und der schönsten Einstellung ein "zurück" nicht mehr denkbar ist. Leider passiert das häufiger, ich habe es das letzte Mal erst vorgestern erlebt. Mir wird klar, in einem schleichenden Prozeß, wie weit ich doch mit meinen Emotionen an diesem Punkt bin. Ich vergleiche es neuerdings gerne mit einem Zug, der den Bahnhof verlassen hat und auf halber Strecke sich befindet. Auch mit noch so schweren Gerät lässt sich ein langer, sagen wir aus etwa 30 Waggons bestehender Güterzug zurück in den Bahnhof schleppen. Wenn dieses Gefühl da ist, ist es für mich an der Zeit Abschied zu nehmen.
Von den Freunden, der Frau, dem Job... es passiert aber nie zufällig, das Faß füllt sich und irgendwann läuft es über. Leider oder zum Glück. Soll ich darauf stolz sein?
berliner_31 - 30. Jun, 12:46
Eigentlich nicht, ruft man den verduzten Fahrgästen zu, die sich über die Aushänge zum bevorstehenden Ferien-Fahrplan wundern, obwohl doch noch gar keine Ferien (in Berlin) sind. Also zumindest nicht offiziell. Für einige Triebwagenfahrzeugführer der S-Bahn, wie sie im "Amtsdeutsch" genannt werden, schon. Seit einer neuen Dienstplanregelung machen über zehn Prozent *blau*, ob sie es auch sind wird sich klären. Jeder kranke Triebwagenfahrzeugführer (ich liebe dieses Wort) wird demnächst Besuch bekommen, um rauszufinden, ob es "betriebliche Gründe" für die Krankschreibung gibt. Ja, die Wahrscheinlichkeit ist groß dass man sich nicht nur zum Spaß ein Attest holt.
Stell Dir vor, die S-Bahn fährt nach Ferienfahrplan aber es sind gar keine. In Berlin ist das möglich. Ab 2. Juli, dann gilt er. Der Ferienfahrplan während der Schulzeit.
berliner_31 - 29. Jun, 17:13
Ach ja, ab nächster Woche mache ich wieder Radio. Eine längere Kreativpause ist vorüber, aber das muß ja auch mal sein - oder nicht? Was Harald Schmidt recht ist, ist mir billig. Nur besser natürlich *g* aber geht schlechter noch?
Ein sehr guter Freund von mir ist so charmant, seine Radio-Glückseligkeit an meine zu ketten. Nun gut, so soll es dann sein und wir kehren beide zurück. Sogar hintereinaner. Also nacheinander natürlich. Nicht, dass es jetzt zu bösen Gerüchten kommt. Das wäre mir peinlich. Ja, ihr habt es sicher schon vermutet, es ist *nur* Internet-Radio. Aber viele haben klein angefangen und wenn ich groß bin (also noch größer als 1,82 *g*), werde ich vielleicht Feuerwehrmann. Ach so, das war was anderes, Radiomoderator meine ich natürlich. Ein Wunschtraum ist es ja nach wie vor. Musik ist mir sehr wichtig im Leben, auch mein neues Handy (Danke nochmal an den gewissen Kollegen, ich adaptiere nach und nach alles, nur das Thema Frauen ist dabei tabu!) ist mit reichlich Musik versorgt. Beziehungsweise sollte es das, wenn ich endlich mal dazu komme. Bis dahin höre ich WDR2. Denn alles andere ist nur Radio. ;-)
berliner_31 - 28. Jun, 19:24
Gewitter. Sonne. Regen. Und wieder Gewitter. Und wieder Sonne. So lässt sich das heutige Wetter beschreiben, ein Indikator für Stimmungsschwankungen. Nun gut, es ist schon faszinierend. So schnell sich alles ändert, eine Regenwolke schüttet sich aus und im nächsten Moment wird sie von der Sonne zur Seite geschoben.
So sieht es auch oft in meinem Kopf aus. Auf der einen Seite bin ich traurig über die Einsamkeit, sehne mich nach einer Umarmung, ein bißchen Nähe. Und Erinnungen werden wach, an eine Zeit zum Jahreswechsel. Wie verbohrt war ich eigentlich, frage ich mich manchmal, solchen Traumschlössern hinterher zu laufen. Es war wie in einem Märchen, aber doch ist etwas anders als bei den Gebrüder Grimm. Die böse Stiefmutter siegt am Ende über das Gute, kein Happy-End, nur Tränen. Und davon genügend. Aber, die Zeit es Jammerns und des Selbstmitleids ist vorbei. Wenn ich so sehe, wa Frauen alles anrichten können (im negativen Sinne), bin ich schon ganz froh dass es so ist, wie es ist.
Wobei ich damit keinem weiblichen Wesen zu nah treten möchte, sie sind zweifellos faszinierend und ohne sie wäre das Leben nur halb so schön :-)))
Im Moment suche ich die kleinen bis ganz kleinen Freuden des Alltags, der September soll ja gut werden wie schon gesagt ;-) Und auch bis dahin habe ich noch einiges vor. Sogar die Arbeit ist für mich jeden Tag ein Abenteuer der positiven Richtung. Wenn mein Vertrag, der bald ausläuft verlängert wird, bin ich sehr froh und werde auch innerlich zur Ruhe kommen. ich sehe nicht wirklich Gründe derzeit, warum es nichts werden sollte. Aber... in 4 Wochen bin ich klüger. Und dann ist auch meine Lieblingskollegin wieder da, sie freut sich immer diebisch wenn sie etwas an mir ausetzen kann. Und wenn es nichts gibt, dann sucht sie etwas. Und man findet ja bekanntlich immer etwas, wenn man lange genug sucht. Über den Sinn oder Un-Sinn kann man sich natürlich streiten.
Ach ja, wie dankbar wäre ich über ein wenig Harmonie in dieser tristen und schnöden Welt. Überall nur Anfeindungen, Gerichtshanseln treiben ihr Unwesen und beschweren den von mir zweitliebsten Berufsstand - richtig, den Anwälten - viel Arbeit. Vielleicht hätte ich Anwalt werden sollen, mehr Geld wäre dann wohl in der Kasse. Aber auch so lebe ich nicht sooo schlecht, ich will kein Luxus. Nur ein bißchen Glück. Und Harmonie. Also ein wenig zumindest. Wenns geht. Und nicht so viel Mühe macht.
berliner_31 - 28. Jun, 19:05
So oder so ähnlich trifft es eigentlich den Punkt. Ich sitze hier an meinem PC, habe die letzte Nacht erstmals schon vor 1 Uhr den Ausschalter gefunden und mich stundenlang im Bett gewälzt. Mein Chef ist wieder da, frisch aus dem Urlaub. Die Arbeit wird weniger und schrumpft parallel zur Anzahl der Mitarbeiter.
Eigenartig... irgendwie kommt die Einsamkeit und holt mich doch immer wieder ein, auch wenn ich sie so gern abschütteln würde. Was bleibt mir genau genommen noch im Leben? Die tägliche Tretmühle, Geld verdienen, ein paar Euros, sich vielleicht sogar mal etwas schönes leisten? Aber wozu eigentlich? Inzwischen genieße ich die Kleinigkeiten des Lebens, bin froh über all das was man mir nicht nehmen kann. Die Musik, meine große Leidenschaft. Regentropfen, die auf dem Fensterbrett niedergehen. So gerade mal wieder. Ein Regentag, aber genau nach meinem Geschmack. Das *Sein* ist gar nicht so leicht, aber nach schwierigen Monaten die mir eine Trennung nach einem doch so kurzem Glück beschert haben, hoffe ich auf bessere Zeiten. Der September verspricht, schön zu werden. Sicher auch anstrengend, aber das bringt mein Beruf so mit sich.
Bis dahin sind es ja nur noch zwei Monate. Und man muß die Feste ja feiern, wie sie fallen, gell? :-)
Und ich? Ich suche noch immer... die Sinnfreiheit dieses Blogs vielleicht? :-)
berliner_31 - 26. Jun, 18:09
sinnfrei - ein schöner Name für so ein Projekt, der leider schon vergeben. Daher sinnfrei31, die Ziffer steht für das Alter des Protagonisten.
Was es hier geben wird?
Ich kann es Euch verraten: Ein paar Gedanken zum Leben, dem Alltag, lustiges und nachdenkliches. Aber auch ein paar Besonderheiten, das Salz in der Suppe des Lebens sozusagen. Vielleicht gefällt es Euch ja ein wenig und ihr schaut öfter vorbei? Ich würde mich freuen und wünsche Euch viel Spaß :-)
berliner_31 - 26. Jun, 18:06